Geestland blüht auf!

Geestland blüht auf         

Bereits seit mehreren Jahren nimmt die Vielfalt an Pflanzen-undTierarten durch den Verlust an Lebensräumen dramatisch ab. Sehr beunruhigend ist der Rückgang der Insektenwelt. Diese sind jedoch für unser Ökosystem sehr wichtig. Ohne Insekten ist ein Überleben kaum bis gar nicht möglich, denn sie haben die Aufgabe der Bestäubung der Blüten von Wild-und Nutzpflanzen und dienen ebenso als Nahrung für Vögel. Viele Vögel sind wegen der Zerstörung Ihrer Lebensräume sowie des Nahrungsmangels stark in ihrem Bestand gefährdet. Daher sollten der Erhalt und die Schaffung naturnaher Gärten und Freiflächen eine größere Bedeutung bekommen. Jeder einzelne kann etwas tun und es ist uns eine Herzensangelegenheit dieses Vorhaben voran zu treiben, denn Wildblumenwiesen, heimische Stauden und Sträucher bieten Bienen und anderen Insekten sowie Vögeln Nahrung.


Blühmischungen Ab April ist es soweit! Blühwiesensaat für Bürgerinnen und Bürger in den Rathäusern    

Für Insekten, kleine Säuger, Vögel und Pflanzen sind blühende und vielfältige Flächen Lebensraum und Kinderstube. Sie bieten Unterschlupf und Nahrung.

Daher gibt es ab April 2024 in den Eingängen der Rathäuser in Bad Bederkesa und Langen vor den Bürgerbüros zu den bekannten Öffnungszeiten wieder kleine mit Blühmischung gefüllte Tütchen zum Mitnehmen. Bitte denken Sie daran, dass sich auch weitere Geestländer/innen über etwas Blühmischung freuen (Ein Teelöffel bzw. ein Tütchen reicht für ca. 1 m²). Reicht es nicht für Ihren Garten dürfen Sie sich gerne nachholen. Nur so lange der Vorrat reicht.

Die Samenmischung „Lass deine Stadt aufblühen!“ ist eine zweijährige Mischung und soll Wild- und Honigbienen auf vielen privaten Flächen in der Stadt das Überleben erleichtern.

IMG-20200615-WA0005   Samentütchen

Anleitung zur Aussaat

  1. Richtiger Zeitpunkt: von April bis August
  2. Richtiger Standort: ein sonniger Platz im Garten oder im großen Kübel auf dem Balkon
  3. Richtiger Boden: feinkrümelige, torffreie Erde/Sandgemisch
  4. Saattiefe: 0 bis 0,5 cm andrücken; nicht einarbeiten
  5. Gute Pflege: Zur Keimung den Boden feucht halten. Kein Schnitt nötig. Mehrjährige Stauden entwickeln sich ab dem zweiten Jahr so richtig. Pflanzenreste zur Gründüngung auf anderen Flächen verwenden und untergraben.

Noch zwei kleine Hinweise: Nicht für Kinder unter 14 Jahren und natürlich nicht zum Verzehr geeignet!

Inhalt der Blühmischung:

9,00 % Sonnenblumen für Zierzwecke, 7,00 % Lupinen, KARO, 6,00 % Fettwiesen-Margaritte, 6,00 % Esparette, ZEUS,  5,00 % Buchweizen zur Saat, 5,00 % Fenchel, 5,00 % Luzerne, DAKOTA, 5,00 % Dill, 5,00 % Koriander4,50 Saflor, 4,00 % Hornschotenklee, OVIDIO, 3,50 % Alexandrinerklee, CONTEA, 3,50 % Perserklee, SIRIUS, 3,00 % Rotklee, 3,00 % Kümmel, 3,00 % Phacelia, STALA, 3,00 % Spitzwegerich, 2,50 % Ölrettich, RUTINA, 2,50 % Serradella, 2,50 % Wegwarte, 2,00 % Schwedenklee, DAWN, 1,00 % Pastinake, 1,00 % Wilde Möhre, 1,00 % Borretsch, 0,50 % Natternkopf, 0,50 % Wiesen-Flockenblume, 0,50 % Schafgarbe, 0,50 % Färber-Hundskamille, 0,50 % Wiesensalbei, 0,50 % Kleiner Wiesenknopf, 0,50 % Rainfarn


Mähfreier Mai Mähfreier Mai              

Später mähen für die Artenvielfalt! Stadt Geestland ist dabei

Blühwiese Kurpark - Florian Trykowski

„Wir laden Sie dazu ein, Ihren Garten in einen Hort der Vielfalt zu verwandeln – indem Sie einfach nichts tun!“ Mit diesen Worten ruft die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft aktuell zur bundesweiten Kampagne „Mähfreier Mai“ auf. Auch die Stadt Geestland beteiligt sich daran. So werden - zum Beispiel - die beiden großen Grünflächen im Kurpark in Bad Bederkesa einen ganzen Monat lang nicht gemäht. Denn wo Blüten wachsen, finden Insekten mehr Nahrung und Vögel damit auch.

Beitrag zur Biodiversität

Die Rasenfläche macht in den meisten Gärten 50 Prozent oder mehr der Fläche aus, bietet aber keine ökologische Vielfalt. Diese Flächen haben eine enorme Bedeutung für die Biodiversität und können sich zu artenreichen Wiesen wandeln, es kann Humus aufgebaut, im Boden mehr Wasser gespeichert und mehr Kohleldioxid gebunden werden. Um den starken Rückgang von Wildpflanzen und Insekten aufzuhalten, können Sie mit einem anderen Mährhythmus einen wertvollen Beitrag leisten.

Jeder kann mitmachen!

Sie möchten an der Aktion teilnehmen? Nichts leichter als das! Lehnen Sie sich bis Ende Mai zurück und sehen Sie der Natur beim Wachsen zu! Lassen Sie Ihr Mähgerät im Schuppen stehen und schaffen Sie so Lebensraum und Nahrung für Insekten und Co.!

um auch eine Grünfläche zur Aktion anzumelden, folgen Sie diesem Link: Aktionsfläche anmelden Mähfreier Mai

Rasenmäher im Kurpark   


Übergabe Unternehmen Naturnahe Gestaltung von Firmengrundstücken

Der Bestand an Insekten nimmt in Deutschland kontinuierlich ab – eine dramatische Entwicklung. Die gute Nachricht: Alle können einen Beitrag zum Erhalt biologischer Vielfalt leisten, auch Unternehmen. Das Umweltzentrum Hannover e.V. hat deshalb das Projekt „Außenstelle Natur – Firmengelände naturnah gestalten“ ins Leben gerufen.

Naturnahe Gestaltung bedeutet eine Anpassung der Bepflanzung und Außengestaltung allgemein an die Bedürfnisse der Tierwelt. Durch diese (Um-)Gestaltung der Außenflächen wird die biologische Vielfalt auf dem Betriebsgelände gesteigert und ein wichtiger Beitrag zum Insektenschutz geleistet. Aber auch für die Unternehmen selbst und deren Mitarbeitende bietet ein naturnahes Firmengelände zahlreiche Vorteile, so eignen sich genauso gut auch private Gärten und Balkone für eine naturnahe Gestaltung.

Die BÄKO Bremerhaven e.G. zum Beispiel hat 400 m² Blühwiese, 6 Spitzahorn und 200 Liguster Pflanzen gepflanzt. Um auf dieses Engagement hinzuweisen, überreichte der Sieverner Ortsbürgermeister Rainer Feldmann an die SDG Scouts Celine Dell`Aquila, Diana Mannsdörfer und Fabian Aufderheide sowie Anna Ortmann ein Schild "Geestland blüht auf".

BÄKO 1

Auch die Kemner Home Company in Bederkesa hat bereits auf dem Firmengrundstück naturnahe Bereiche eingerichtet und die naturnahe Gestaltung weitergedacht. Hier erhält Herr Nils Kuiper ein Schild "Geestland blüht auf" aus der Hand des Ortsbürgermeisters von Bad Bederkesa, Herrn Thomas Kuberski.

Kemner

Förderprogramm für Unternehmen: Förderprogramm natürlicher Klimaschutz für Unternehmen