Geestland setzt auf intelligente Defibrillatoren
Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der medizinischen Notfallversorgung im ländlichen Raum: Die Stadt Geestland hat vor Kurzem insgesamt 21 von 24 stadteigenen Defibrillatoren durch smarte Geräte ersetzt.
Die neuen Defibrillatoren sind digital vernetzt und übermitteln ihren Status an eine Computersoftware. So erhält die Stadtverwaltung sofort eine Meldung, wenn beispielsweise Batterien ausgetauscht werden müssen, Wartungen anstehen oder ein Gerät entnommen wurde. Das erhöht die Zuverlässigkeit der Geräte und stellt sicher, dass sie im Ernstfall jederzeit einsatzbereit sind.
„Mit den intelligenten Defibrillatoren stärken wir die Notfallversorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Bürgermeisterin Gabi Kasten. „Wir können schneller reagieren und die Funktionsfähigkeit durchgehend überwachen. Das ist wichtig, denn im Falle eines plötzlichen Herzstillstandes zählt jede Minute.“ Rund 50.000 Euro hat die Verwaltung in die moderne Technik investiert.
Defibrillatoren können bei einem Herzstillstand Leben retten. Sie stoppen lebensbedrohliches Kammerflimmern durch einen kontrollierten Stromstoß, der das Herz für Sekundenbruchteile stilllegt, damit es anschließend in den normalen Rhythmus zurückkehren kann. Sie sind so konzipiert, dass auch medizinische Laien sie im Notfall anwenden können. Sprachanweisungen führen Schritt für Schritt durch die Anwendung, während das Gerät automatisch den Herzrhythmus analysiert.
Die verbleibenden drei Geräte im Stadtgebiet sollen perspektivisch ebenfalls ersetzt werden, um ein vollständig vernetztes System zu schaffen. Die Standorte aller Defibrillatoren in Geestland sind in einer digitalen Karte verzeichnet.
Hier finden Sie eine Video-Anleitung:
