Glasfaser: Weiße-Flecken-Ausbau nimmt Fahrt auf
Das Haus von Familie Voss an der Wurster Landstraße in Imsum war bisher ein weißer Fleck auf der Glasfaser-Karte in Geestland. Grund ist seine Lage im Außenbereich. Das Gebäude steht an der Einmündung zum Lebstedter Weg, über den es zum Ochsenturm geht, etwas außerhalb der Ortschaft. Somit wurde es beim großflächigen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in den vergangenen Jahren nicht berücksichtigt. Ein Anschluss wäre zu aufwendig gewesen.
Erster Anschluss scharfgeschaltet
Und trotzdem surft Familie Voss ab sofort mit Highspeed. Ihr Glasfaseranschluss ist der erste in Geestland, den die Telekom im Rahmen der sogenannten Weiße-Flecken-Förderung aktiviert hat – ein milliardenschweres Programm, das der Bund 2015 aufgelegt hat, um abgelegenere Regionen ans schnelle Glasfaser-Netz anzuschließen.
380 unterversorgte Adressen
In diesem und im kommenden Jahr werden mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Niedersachsen, des Landkreises Cuxhaven und der Stadt Geestland rund 380 bislang unterversorgte Adressen in Geestland ans schnelle Internet angeschlossen. Der Hausanschluss ist für die Bürgerinnen und Bürger komplett kostenlos und nicht an einen Vertrag gebunden.
Bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde
Durch den Ausbau der weißen Flecken wird Geestland in Zukunft zu mehr als 99 Prozent mit Glasfaser versorgt sein. Das neue Glasfasernetz ermöglicht deutlich höhere Geschwindigkeiten bis 1.000 Megabit pro Sekunde. Die Telekom wird mit Abschluss des Ausbaus mehr als 300 Kilometer Glasfaserkabel bis in die Häuser verlegt und 47 neue Netzverteiler aufgestellt haben.
Wichtig für den ländlichen Raum
Ralf Bruns, Breitband-Koordinator beim Landkreis Cuxhaven, hebt die Bedeutung von zuverlässigen Internetverbindungen hervor: „Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit mit der Telekom bisher gut gelaufen ist und nun die erste Kundin in Imsum angebunden wird. Schnelle Breitbandanbindungen sind gerade für den ländlichen Raum – sowohl privat wie geschäftlich – extrem wichtig."
Digitale Daseinsvorsorge
Geestlands Bürgermeisterin Gabi Kasten ergänzt: „Mit der Aktivierung des ersten Glasfaser-Anschlusses im Zuge der Weiße-Flecken-Förderung senden wir eine wichtige Botschaft für die Zukunft unserer Region aus: Schnelles Internet ist kein Nice-to-have. Es ist das Rückgrat der digitalen Daseinsvorsorge – und Grundvoraussetzung für digitale Teilhabe.“
