Beerster Wasserpromenade erstrahlt in neuem Glanz
Das touristische Herzstück von Bad Bederkesa präsentiert sich in neuem Glanz. Nach Monaten intensiver Bauarbeiten sind die Maßnahmen entlang des Schifffahrtsweges Elbe-Weser nahezu abgeschlossen. Neue Steganlagen, sanierte Uferbefestigungen und Wege sowie ein modernes Funktionsgebäude werten den Bereich an Kanal und See deutlich auf. Gemeinsam mit dem Amt für regionale Landesentwicklung und weiteren Projektbeteiligten hat die Stadt Geestland nun auf das (fast) fertige Ergebnis geblickt.
Öffentliche WC-Anlage
Dabei wurde auch das neue Funktionsgebäude am Wasser offiziell in Betrieb genommen. Der moderne Neubau bietet auf rund 50 Quadratmetern unter anderem ein öffentliches, barrierefreies WC sowie Sanitäranlagen mit einer Toilette und Dusche für Bootsgäste. Gleichzeitig dient das Gebäude als zentrale Anlaufstelle für den Betrieb der Hausboote. Die Betreuung des Gebäudes übernimmt ab sofort Hans-Joachim Frost, Geschäftsführer der Reederei Marina am See. „Ich freue mich sehr, dass wir einen engagierten Betreiber für unser Funktionsgebäude gefunden haben“, hob Geestlands Bürgermeisterin Gabi Kasten hervor.
Tiefgründung war eine Herausforderung
Der Bau stellte die Firmen aufgrund der Bodenverhältnisse vor besondere Herausforderungen. „Die Tiefgründung war mit Blick auf den moorigen Untergrund sehr aufwendig“, erläuterte Thorsten Gerken vom Team Tiefbau. Die Konstruktion ruht auf langen Stahlpfählen, die allerdings erst auf den zweiten Blick erkennbar sind. Durch die umlaufende grüne Bepflanzung fügt sich das Gebäude harmonisch in die Umgebung ein.
Digitale Stromsäulen für Bootsanleger
Vom neuen Funktionsgebäude blickt man direkt auf die Steganlagen aus recyceltem Kunststoff. Sie wurden gemeinsam mit der Uferbefestigung neu hergestellt. Insgesamt wurden rund 2.700 Quadratmeter Spundwände verbaut. Die Wege entlang des Kanals zwischen der Ankeloher Brücke und den Hausbooten wurden ebenfalls saniert und erhielten neue Aufenthaltsbereiche mit Sitzbänken. Auf dem Dobben laden seit Kurzem drehbare Liegebänke zum Verweilen ein. Ein letzter – noch unsanierter – Wegeabschnitt zwischen der Bogenbrücke am Dobbendeel und der Seebeckstraße wird nach den Sommerferien saniert, inklusive der Sitzbänke. Aktuell laufen außerdem noch Restarbeiten an den digitalen Stromversorgungssäulen für die Bootsanleger. Hier können Wassersportler ihre Liegegebühren künftig mit dem Smartphone bezahlen.
Mehr Bewegung auf dem Wasser
„Die Investition hat sich gelohnt – ein großer Gewinn für Bad Bederkesa und unsere Gäste“, so die Bürgermeisterin. Besonders freue sie sich über die sichtbare Belebung des Areals. „Es ist schön zu sehen, dass wieder mehr Bewegung auf dem Wasser ist.“ Als Beispiele nannte sie die neuen Wasserfahrräder sowie die Tretboote, die seit Kurzem am Dobben ausgeliehen werden können.
Aushängeschild für die Region
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 3,2 Millionen Euro. Davon stammen etwa 900.000 Euro aus Fördermitteln des LEADER-Programms der Europäischen Union sowie aus Kofinanzierungsmitteln des Landes Niedersachsen. „Hier am Beerster Kanal ist Europa vor Ort“, betonte Lienhard Varoga vom Amt für regionale Landesentwicklung. „Ohne die LEADER-Region Wesermünde Nord wäre das Projekt in dieser Form nicht möglich gewesen – wir haben hier ein echtes Aushängeschild für die touristische Entwicklung der Region geschaffen.“

