Internationale Beziehungen

Kommunaler Wissenstransfer mit Tozeur / Tunesien

Der Wissenstransfer zwischen der Stadt Tozeur und der Stadt Geestland besteht seit November 2018. Seinerzeit wurde in Tozeur eine Absichtserklärung zwischen der Stadt Geestland und der Stadt Tozeur zur Interessensbekundung im Bereich von Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Förderung der Nachhaltigkeit unterzeichnet.

Der Gegenbesuch erfolgte im März 2019 von einer elfköpfigen Delegation aus Tozeur, bestehend aus Verwaltung, Politik, Energieversorger, Vereinen und Wissenschaft. Im Oktober 2019 reiste eine fünfköpfige Abordnung der Stadt Geestland nach Tozeur zwecks Besprechung  des derzeitigen Stands und der weiteren Planung. An folgenden Themen wird gearbeitet:

1. Energieeffizienz:   

  • LED-Straßenbeleuchtung
  • Energiemanagement
  • Energieaudit

2. Erstellung einer Nachhaltigkeitsstrategie / Nachhaltige Entwicklung für die Stadt Tozeur

3. Bürgerbeteiligung / Sensibilisierung

  • Austausch zu den 17 SDGs zwischen zwei Schulen
  • Verwendung SDG-Indikatoren der Bertelsmann Stiftung
  • Zusammenarbeit / Austausch mit diversen Vereinen

4. Partnerschaft zwischen der ISET (Institut Supérieur des Etudes Technologiques de Tozeur) und der  Hochschule Bremerhaven

Kommunaler Wissenstransfer mit Tozeur©Stadt Geestland

Das Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ wird durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt. Nach dem sogenannten Arabischen Frühling verlangen die Bürgerinnen und Bürger der nordafrikanischen Staaten Qualität und Effizienz bei den kommunalen Dienstleistungen, sowie Bürgernähe, Transparenz und Mitwirkungsmöglichkeiten in der Kommunalpolitik.

Vor diesem Hintergrund führen die Servicestelle und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) von 2016-2019 das Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ im Auftrag des BMZ durch. Es zielt darauf, den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen algerischen, tunesischen und marokkanischen Städten mit deutschen Gebietskörperschaften anhand der gemeinsamen Durchführung von städtischen Projekten zu fördern. Der kommunale Wissenstransfer ist Teil der übergeordneten Bemühungen der Bundesregierung, durch eine Vielzahl an Instrumenten die Staaten und Kommunen in der MENA Region zu stärken, und somit Fluchtursachen nachhaltig zu bekämpfen.

Die kommunale Zusammenarbeit zwischen deutschen und maghrebinischen Kommunen kann dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen vor Ort und die Funktionsfähigkeit der Kommunalverwaltungen zu steigern. Städte, die effizient und transparent im Sinne Ihrer Bürgerinnen und Bürger funktionieren, sind zudem Anreiz für junge Menschen, ihre Zukunft im eigenen Land mitzugestalten. Die gemeinsame Umsetzung konkreter Projekte in den Städten des Maghreb ist somit ein Baustein im Mosaik der Stabilisierung der nordafrikanischen Länder. Für die deutschen Kommunen ist die Zusammenarbeit mit Städten in Nordafrika ebenfalls eine Bereicherung. Das Kennenlernen anderer kommunaler Lösungsansätze, interkulturelle Begegnungen und neue Lernerfahrungen bereichern das eigene Arbeits- und Lebensumfeld. Zudem besteht durch eine Projektpartnerschaft die Möglichkeit, das kommunale Engagement auf internationaler Ebene auszubauen und sich global zu vernetzen.



13 Mit neun Buchstaben um die Welt: Britta Murawski erklärt Matthias Wittschieben, warum der internationale Ansatz der neun Buchstaben des Wortes „Geestland“ der Kommune mehr bringt, als wenn sie mit ihren vier Buchstaben nur im Büro bliebe.©Stadt Geestland

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Frau Britta Murawski
Tel.: 04743 937-1520
Fax: 04743 937-1529